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Ein Ort zum „Limen“ im „Silicon Valley“

in SOZIALES/VIERTEL(ER)LEBEN von

Karibisches Flair in der Neustadt: Andreas Sczcypiorski und Bevil Byam wollen, dass Gäste in ihrem Liming Spot einfach eine gute Zeit haben.

Das kleine Lokal Liming Spot in der Waagner-Biro-Straße 124 hat ein ganz besonderes Flair. Der Name ist Programm – “Liming” leitet sich aus dem Slang von Trinidad und Tobago ab und beschreibt das gemeinsame Genießen einer guten Zeit. Einem Grundsatz, dem die beiden Eigentümer, der gebürtige Grazer und ehemalige Koch der “Amsel” in der Körösistraße Andreas Sczcypiorski und der in Trinidad und Tobago aufgewachsene Künstler Bevil Byam, hier Raum geben wollen.

 

Österreich trifft Karibik

Genau wie das Inhaber-Duo ist auch die Küche des Liming Spots eine ausgefallene Kombination. Serviert wird Fusionsküche –österreichische Gerichte mit karibischem Touch. „Die Karibik ist die ethnisch diverseste Region der Welt, das merkt man auch an ihrer Küche“, sagt Bevil Byam. Sie sei stark von chinesischen, afrikanischen, indischen und europäischen Einflüssen geprägt und es gebe selbst innerhalb der Karibik verschiedenste „Stile“ in der Zubereitung und Würzung. Sczcypiorski und Byam orientieren sich bei ihren Kreationen meist am Stil Trinidads und arbeiten für die Region typische Zutaten in österreichische Gerichte ein. „Die karibische Küche wirkt irgendwie ‚fruchtiger’ und die Zutaten werden anders verwendet.

Wir versuchen österreichische Gerichte zu ‚verkaribisieren‘“, sagt Sczcypiorski. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Lachsforelle mit Gemüserisotto und kubanischer Mojo-Sauce (22,50€) oder ein Tonkabohnen-Brownie mit Mangosorbet und Hibiskus Sirup (7.80€). An ihren Kreationen arbeiten die beiden gemeinsam. „Wir haben lange darüber nachgedacht, was für ein Lokal wir führen möchten. Letztendlich wollten wir ein Lokal, das etwas anbietet, dass man nicht oft findet. So haben wir uns für karibisches ‘Home-Cooking’ entschieden“, so der Koch.

Eine Theke voller Köstlichkeiten – Foto: Bianca Klein

 

Weg zum Lokal

Andreas Sczcypiorski arbeitete bereits in Küchen auf der ganzen Welt. “Für mich stand mit zehn Jahren schon fest, dass ich einmal Koch werden möchte. Damals wollte ich der Privatkoch von Tina Turner werden”, erzählt er. Obwohl es dazu nie gekommen ist, sei er viel herumgereist, bis er in der Karibik auf den Künstler Bevil Byam traf und die beiden sich auf der französisch-niederländischen Insel Saint Martin niederließen. Im Jahr 2011 beschlossen sie nach Österreich zu kommen um dort gemeinsam ein Lokal zu führen. “Wir haben irgendwie nie das Richtige gefunden. Dieser Standort war Glückssache, wir wurden durch eine Freundin darauf aufmerksam gemacht”, sagt Sczcypiorski.

 

Neuer Spot der City

Im Mai 2023 wurde das “Liming Spot” schließlich in der Smart City eröffnet. Obwohl der neue Stadtteil langsam belebter wird, bleiben die erhofften Kundenströme noch aus. „Es ist eine sehr technische Gegend, es fühlt sich an wie das ‚Silicon Valley‘ von Graz“, meint Bevil Byam. Es sei eher eine Gegend in der gearbeitet wird und noch keine für Freizeit und Schaufensterbummel. Auch die wenigen Parkplätze und die damit verbundenen Unbequemlichkeiten der Gäste seien derzeit ein Problem für die Lokalinhaber. “Man muss den Leuten zeigen, dass hier ein neuer Teil der Stadt entstanden ist, den man erreichen kann! Das ist ein langer Prozess”, sagt Byam. Man müsse sich sehr für die Gäste anstrengen, insbesondere jene, die nach der Arbeit ins Liming Spot kommen. “Unser Wunsch ist es, dass die Leute bei uns ‘limen’ und in ihrer Zeit bei uns Speisen und Getränke genießen”, so Sczcypiorski.

Eine “Empfehlung des Hauses” gebe es nicht, Sczcypiorski und Byam seien beide vollends überzeugt von allen ihren Kreationen. „Wir möchten, dass die zukünftigen Gäste von dem Konzept so begeistert sind wie schon viele vor ihnen – und wie wir selbst es sind.”

 

Titelbild: Andreas Sczcypiorski und Bevil Byam in ihrem Liming Spot – Foto: Bianca Klein

Geboren 2004 Nähe Freising in Deutschland und seit 2010 in Österreich. Schreibt eigentlich schon immer gerne und durch das Journalismus & PR Studium an der FH Joanneum Graz auch ziemlich viel. Hat milde Informatik-Kenntnisse, die werden aber eher nicht so gerne eingesetzt.

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