Sauerteigbrot als Zinsen: KABUFF-Gastgarten „geht auf“

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Pünktlich zu Frühlingsbeginn lädt das KABUFF Bistro & Restaurant in seinen neuen Gastgarten ein. Wegen unerwarteter Amtskosten starteten die Inhabenden ein originelles Crowdfunding – jetzt blicken sie auf einen Sommer voller Events.

Eine hölzerne Garnitur und drei Schirme mit Ausblick auf die Mur – ein Gastgarten, der zum Verweilen einlädt. Seit letzter Woche besteht im KABUFF Bistro & Restaurant am Lendkai 13 die Möglichkeit, unter freiem Himmel zu sitzen. „Der Weg dorthin war kein Spaziergang“, erzählt Inhaber Klemens Grassl. Umso motivierter ist er, den Outdoor-Bereich im Sommer zu beleben.

Zwischen Idee und Wirklichkeit

Als Quereinsteiger aus der Baubranche übernahm Grassl den Betrieb 2024 mit Julia Schnabl, einer gelernten Gastronomin. Ihre Mission: Das Nachtlokal auch tagsüber schmackhaft machen – unter neuem Konzept. „In gewisser Weise erwarten sich die Menschen einen Outdoor-Bereich, wenn im Hochsommer Betrieb herrscht“, erklärt Schnabl. Für beide lag der Zubau unter freiem Himmel seit der Übernahme auf der Hand. Der Gastgarten bietet Platz für 12 bis 15 Personen, bei Bedarf lassen sich die Tische aneinander schieben.

Zu sehen ist eine Skizze des Gasgartens.
Der Plan des Gastgartens mit Fokus auf dem Stadtbild – Foto: Studio WG3

Eine Geschichte von Geduld und Zusammenhalt

Dank eines befreundeten Architekten aus dem Studio WG3 nahm die Planung wenig Zeit in Anspruch. „Der Großteil des Gastgartens stand in zwei Tagen, deutlich aufwändiger war sein Genehmigungsprozess“, blickt Grassl zurück. Der Knackpunkt: Die Fläche fand zuvor als Behindertenparkplatz Verwendung. Seiner Umwidmung nahmen sich verschiedene Ämter an, unter anderem fand eine stündliche Verkehrserhebung statt. Knapp ein Jahr später ist der Behindertenparkplatz nur um wenige Meter versetzt.

Wegen unerwarteter Amtskosten entschieden sich Grassl und Schnabl dazu, ein Crowdfunding einzurichten. Bis Anfang März bestand die Möglichkeit, via Website in den Gastgarten zu investieren – mit einer Besonderheit: Beteiligte erhielten ihren gesamten Beitrag als Gutschein für das KABUFF zurück. Grassl vergleicht das Modell mit einem Kredit: „Zusätzlich verschenkten wir frisch gebackenes Sauerteigbrot, quasi als Zinsen.” Das Crowdfunding stemmte rund ein Drittel der Kosten, der Rest fiel auf die Inhabenden zurück. Eine Marketing-Strategie stecke nicht dahinter, so Grassl. Er möchte auch andere Betriebe ermutigen, Unterstützung anzunehmen: „Ein Crowdfunding ist kein Zeichen für wirtschaftlichen Misserfolg, ganz im Gegenteil hilft es, Neues aufzubauen.”

Zu sehen ist die Holzgarnitur des Gastgartens.
Ein erster Blick auf den Gastgarten in Arbeit – Foto: Klemens Grassl

Fusionsküche unter freiem Himmel

Dem Gastgarten steht eine intensive Nutzung bevor: „Im Sommer wollen wir mindestens ein Event pro Monat hosten, als Dankeschön an alle Beteiligten“, kündigt Grassl an. Den Auftakt macht eine kulinarische Fusion des KABUFF mit dem Mohrenwirt Graz am 29. März 2026. Die hauseigene Sauerteig-Pita soll mit Backhendl befüllt werden, wahlweise frittiert oder paniert. Grassl bezeichnet das Event als inoffizielle Einweihungsfeier des Outdoor-Bereichs, über Besucher:innen freue er sich schon davor: „Ein paar Handgriffe fehlen noch, trotzdem steht der Gastgarten für Kaffee und Tratsch bereit.“

 

Titelbild: Das KABUFF-Team posiert vor seinem Gebäude. – Foto: Klemens Grassl

 

Infobox:

KABUFF

Adresse: Lendkai 13, 8020 Graz

Website: https://www.kabuff.at/

Instagram: kabuff.bistro

Studio WG3 (Planung des Gastgartens)

Website: https://www.wg3.at/

Instagram: studiowg3

 

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