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Uni ohne Party: Wie geht´s Student*innen im Lockdown?

in SOZIALES von

Das Annenviertel gilt als einer der Party-Hotspots in der Studentenstadt Graz. Doch was machen die Grazer Student*innen wenn es Abstand halten und zu Hause bleiben heißt?

Samara, 20

Informationsdesign Studentin an der FH Joanneum

„Ich habe wenig Freizeit, weil Ich viel für die FH zu tun habe und nebenbei auch arbeite, aber wenn ich einmal Freizeit habe, verbringe ich diese mit Hausarbeit, spiele mit meinem Wellensittich oder schaue Disney-Filme, um den Weltschmerz zu stillen. Um Graz zu erkunden, unternehme ich lange Spaziergänge in den Parks.  Ich treffe mich eigentlich nur mit meiner Familie, mit anderen Student*innen bleibe ich über die sozialen Medien in Kontakt. Da ich erst vor kurzem nach Graz gezogen bin, kenne ich kaum Leute. Wie gesagt findet bei mir das Sozialleben nur online statt. Ich finde es nicht gut, dass Leute trotz der Situation Partys veranstalten, wir haben alle Eltern und Großeltern, die durch unsere Fahrlässigkeit gefährdet werden können. Mittlerweile vermisse ich Partys nicht mehr, ich bin auch kein Mensch der trinkt oder Drogen nimmt, also gibt es bei mir auch keine Entzugserscheinungen. Das Einzige was ich vermisse, ist das Tanzen, das Zusammenkommen mit Freunden und Konzerte!“

Annenpost Autorin Melanie Schönwetter geht im Lockdown mit ihrem Hund im Wald spazieren. – Foto: Melanie Schönwetter

Anton, 21

Architekturstudent an der TU Graz

„Ich arbeite in meiner Freizeit in Klagenfurt, also pendle ich zwischen Graz und Kärnten hin und her. Wenn ich nichts fürs Studium oder die Arbeit zu tun habe, schau ich Serien oder zock mit Freunden. Mit Leuten von der Uni bin ich eigentlich nur online in Kontakt. Im vergleich zu früher hat man fast kein Sozialleben mehr, und wenn man im Moment ein Sozialleben hat, ist es ein richtig schlechtes. Man merkt es nicht immer direkt, aber ich denke, dass die Situation für Studenten psychisch belastend ist. Die Trennung von Freizeit und Uni ist eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Früher konnte man zwischendurch auf Feiern gehen um vom Uni-Stress ein bisschen abzulenken. Es war zwar am Anfang ganz ok ohne Partys, da konnte man mal ein bisschen runterkommen, aber mittlerweile ist es einfach nur langweilig.“

Putri, 23

Biologiestudentin an der  Karl-Franzens-Universität

„In meiner Freizeit im Lockdown koche ich gerne, ich hatte die Möglichkeit, viele neue Rezepte auszuprobieren. Sonst höre ich gerne Musik und Podcasts und schau Serien. Ein Sozialleben für Student*innen gibt es im Moment nicht wirklich, ich treffe mich regelmäßig mit einer Freundin und sonst ist alles online. Ich bin zwar kein Partymensch, aber ich vermisse Musikfestivals sehr!“

Putri Kocht im Lockdown unter anderem traditionelle indonesische Gerichte wie Mie Ayam. – Foto: Putri Stenpass

Paul, 20

Physik und Englisch auf Lehramt (KF, TU und PH Steiermark)

„Es ist auf keinen Fall so, wie ich mir das Studentenleben eigentlich vorgestellt habe. Ich habe glücklicherweise den Vorteil, dass ich in einer 4er WG wohne, also habe ich immer jemanden um mich herum, mit dem ich mich unterhalten und die Zeit verbringen kann.Um nicht komplett in der Wohnung zu versauern und den Kopf von der aktuellen Situation freizubekommen, sind kleine Spaziergänge oder kurze Ausflüge zum nächsten Supermarkt natürlich am Tagesplan. Das Einzige, was sich nicht wirklich verändert hat, sind die Zockerabende mit meinen Freunden. Ich bin nicht so ein richtiger Partytiger, aber ich vermisse schon das Fortgehen, vor allem, weil ich aus Deutschlandsberger Gegend (Stainz)  bin und kaum Möglichkeiten hatte in Graz neue Leute kennenzulernen.“

 

Titelbild: „Ich bin extra nach Hause gefahren weil ich da besseres Internet hab“, Annenpost Autor Dominik Blümel verbringt seine Zeit im Lockdown gerne mit Zocken. – Foto: Robert Kiedl

Leidenschaftliche Köchin und Esserin, Rock Musik Liebhaberin, Film und Serien Junkie und Tee Trinkerin, die gerne einmal in die Welt der Literatur abtaucht.

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