"I can't breathe." Der Tod von George Floyd sorgte für weltweite Proteste unter dem Motto "Black Lives Matter" - so auch in Graz.
Lesezeit: 1 Minute, 29 Sekunden

Black Lives Matter – Für mehr Menschlichkeit

in POLITIK & WIRTSCHAFT von

Tausende Menschen protestierten am Wochenende bei der Black Lives Matter-Demo in Graz gegen Rassismus und Polizeigewalt. 

Kurz vor 17 Uhr wird es eng am Mariahilferplatz. Zahlreiche Demo-Teilnehmer versammelten sich für die Black Lives Matter-Demo. Viele mit Schildern, die meisten mit Masken. Insgesamt waren es ca. 10.000 Menschen, die in Graz gegen Rassismus auf die Straße gingen.

Der Tod von George Floyd hat nicht nur in den USA, sondern mittlerweile auf der ganzen Welt zu vielzähligen Protesten geführt – so auch in Graz. Organisiert wurde die Demonstration unter anderem von der KJÖ Steiermark, der Grünen Jugend Steiermark und der sozialistischen Jugend. Hauptorganisatorin und Intiatiorin der Demo war Precious Nnebedum. Die 22-Jährige Poetry Slammerin und Pflegewissenschafts-Studentin hat sich spontan entschlossen, eine Demonstration zu organisieren. Auch weil sie eine persönliche Beziehung zu dieser Thematik hat. „Nicht nur, weil ich eine schwarze Person in Österreich bin. Sondern auch, weil ein Großteil meiner Familie in den USA lebt“, sagt sie. Nnebedum weiß, dass nicht alle mit der Demonstration einverstanden sind. Außerdem ist ihr klar, dass Rassismus dadurch nicht von heute auf morgen verschwinden wird. „Es wird nicht nur eine Demo reichen, aber wir setzen mal ein Zeichen“, sagt sie überzeugt.

Die DemonstrantInnen fanden sich mit vielen Schildern und Masken am Mariahilferplatz ein.
Die DemonstrantInnen fanden sich mit vielen Schildern und Masken am Mariahilferplatz ein – Foto: Lukas Lorber

Während der Planung zur Demonstration hat sie auch viele negative Kommentare bekommen. „Die Leute haben geschrieben, dass Rassismus in Österreich nicht so arg ausgeprägt ist“, sagt sie. Sie fügt hinzu, dass es nicht darum geht, dass „wir unter polizeilicher Gewalt sterben“. Sondern, dass man oft schief angeschaut wird und das Gefühl vermittelt bekommt, man gehöre nicht dazu.

Die Demonstration endete am Freiheitsplatz.
Etwa 10.000 DemonstrantInnen nahmen an der Black Lives Matter-Demo teil. – Foto: Lukas Lorber

Abstand und Masken

Coronabedingt waren die Demo-Teilnehmer angehalten, Masken zu tragen und so gut wie möglich Abstand zu halten. Die Organisatoren und die Polizei teilten dies den zahlreichen DemonstrantInnen auch mit. Außerdem waren OrdnerInnen unterwegs, um darauf zu achten, dass die Mund-Nasenschutzmasken getragen werden. Die Demonstration ging friedlich und ohne Zwischenfälle über die Bühne, bestätigt die Polizei.

Wir waren natürlich auch auf der Black Lives Matter-Demo und haben dabei für euch ein kurzes Video erstellt:

Südoststeirischer Optimist mit gesundem Ehrgeiz. Findet Sport, Politik und Gulasch mega lässig. Alles in allem recht pflegeleicht und selten schlecht gelaunt.

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