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Café Beirut: Orientalischer Kaffeegenuss

in VIERTEL(ER)LEBEN von

Der Gries ist um einen Coffeeshop reicher. „Café Beirut“ nennt sich dieser und bietet einen Mix aus orientalischer und österreichischer Kaffeehauskultur in gewohnter Coffeeshop-Atmosphäre.

Betritt man das Lokal in der Elisabethinergasse 34, an der Ecke Joseph-Huber-Gasse, steigt einem direkt der Duft frisch gemahlener Arabica-Bohnen in die Nase. Libanesische Süßspeisen schmücken die Theke und die mit bunten Mosaiksteinchen besetzten Stühle und Tische des Café Beirut runden den orientalischen Flair ab. Neben Kaffee, sowie selbstgemachten Kuchen und Gebäck, erwartet einen auch das freundliche Lächeln der Chefin des Café Beirut, Jasmin Moussa. Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie das Lokal nun seit Anfang April.

Die Betreiberin Jasmin Moussa in Ihrem Lokal – Foto: Michael Thewanger

Dass das Lokal den Namen der libanesischen Hauptstadt trägt, ist kein Zufall, sind die zwei Coffeeshop-Besitzer doch beide aus einer Region nahe Beirut. Jasmins Mann ist erst vor zwei Jahren nach Österreich gekommen. „Als mein Mann dann auch in Österreich war, haben wir uns überlegt, was wir arbeiten können. Ich hab schon immer in dieser Branche gearbeitet und eine Leidenschaft für Kaffee hatte ich auch schon seit jeher, so wurde daraus das Beirut. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung hat es dann über ein Jahr gedauert“, erklärt Moussa.

Guter Kaffee gepaart mit Speisen aus dem Libanon

Die ursprünglichen Wurzeln spielten nicht nur bei der Namenswahl eine wichtige Rolle, auch das Angebot des Coffeeshops ist stark von der Herkunft der beiden geprägt. So gibt es beispielsweise neben traditionellem libanesischen Frühstück auch Kaffee aus dem Heimatland der Besitzer. Bei selbstgemachtem Hummus oder auch Käse kommen hier Fans der orientalischen Küche und Feinschmecker auf ihre Kosten. Highlights sind Mutabbal, ein Püree aus Auberginen gemixt mit Sesampaste sowie Manqoushe, ein mit einem Thymiangemisch bestrichenes und dann gebackenes Brot, ähnlich einer Pizza. Auch die Einführung libanesischer Mittagsgerichte wird bereits angedacht.

„Wir wollten aber niemals nur die orientalisch geprägte Zielgruppe ansprechen. Es war uns ein großes Anliegen, alle zu erreichen und dabei eine hohe Qualität zu liefern“, sagt Moussa. Dass die orientalische Grundstimmung nicht nur ein bestimmtes Publikum anlockt, wird auch im Café sichtbar. So unterhalten sich an einem der Tische eine Gruppe von Männern angeregt auf arabisch, während sich an der Theke ein junges Pärchen mit steirischem Dialekt einen „Coffee-to-go” bestellt.

Traditioneller Kaffeegenuss wird im Beirut groß geschrieben – Foto: Michael Thewanger

Den Coffeeshop etablieren

Der Standort in der Elisabethinergasse stellte sich nach dem Vergleich mehrerer Angebote für die Gastronomen als der beste heraus. „Hier in der Umgebung gibt es einfach keine anderen Coffeeshops, das war ein großer Vorteil“, erklärt Moussa. Zurzeit arbeiten sie daran, das Vertrauen der Kunden und Kundinnen zu gewinnen. Um wegen einer Preiserhöhung niemanden zu verschrecken, ist das Café Beirut zurzeit noch nicht an der Aktion „Backcup“ beteiligt, welche 2018 vom Grazer Umweltamt in Kooperation mit Verena Kassar von „Das Gramm / Das Dekagramm“ sowie der Firma „Alles Event“ ins Leben gerufen wurde. Hierbei wurde ein Mehrweg-Pfandbecher, genannt „Backcup“, entwickelt und in den teilnehmenden Betrieben als Ersatz für die Wegwerfbecher eingeführt. Beim Kauf eines „Coffee-to-go“ wird somit 1 € Pfand fällig, der Becher kann in jedem teilnehmenden Betrieb wieder zurückgegeben werden.

„Ich habe mich schon über das Projekt informiert und auch mit jemanden darüber gesprochen, aber es war mir einfach zu riskant, direkt zu Beginn für meinen Kaffee einen Euro mehr zu verlangen. Jetzt im Moment darf man nicht überteuert sein, damit die Leute auch keine Angst haben reinzugehen“, begründet Moussa die Nichtteilnahme an der Aktion. In der Zukunft sei aber durchaus möglich, den Kaffee im „Backcup“ anzubieten.

Musiknerd und Serienjunkie. Fan von Punk-Rock, Deutschrap, Folk und allen Spielarten elektronischer Musik. Liebt Hunde definitiv mehr als Menschen. wubba lubba dub dub!

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