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50 Spritzer für Grazer Gründer-Szene

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Zum 50. Mal lädt das IdeenTriebwerk diese Woche zum “Startup-Spritzer”. Seit Jänner 2015 treffen sich, meist im Spacelend,  Jungunternehmer und solche, die es gerne werden möchten, zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

Als sich am 15. Jänner 2015 die Türen des Spacelend Coworking Space zum ersten Startup-Spritzer öffneten, rechneten wohl nicht einmal die Erfinder dieses Vernetzungsevents für NeugründerInnen mit dessen lange andauernden Erfolg. Damals waren es gerade 45 Besucher, die ins Spacelend kamen, um den Präsentationen von jungen Unternehmen wie feedbackr zu lauschen. Viele, heute gut etablierte Grazer Startups, haben seither ihre Geschäftsideen “bei einem Spritzer” präsentiert, SunnyBag ebenso wie das Das Gramm.

Mittlerweile kommen rund 150 Interessenten zu den Vernetzungstreffen im Spacelend. Aber auch größere Locations, wie die Aula X in der Georgigasse, hat das IdeenTriebwerk, der studentische Non-Profit-Verein, der die Spritzer organisiert, bereits gefüllt. Im letzten Sommer trafen sich dort um die 400 Teilnehmer zum August-Spritzer. Zur 50. Ausgabe, die am 21. Februar im Dom im Berg stattfindet, werden laut den Veranstaltern sogar 600 Personen erwartet. Dort wird der bekannte Grazer Markenentwickler Franz Hirschmugl eine Keynote halten, der Sportvernetzer Venuzle seine Geschäftsidee ebenso “pitchen” wie die Smartphone-Banker von N26.

Gut besuchter Saal beim 47. Startup-Spritzer
Während eines „Pitches“ beim Startup-Spritzer #47 im gut besuchten Spacelend – Foto: Julia Leitinger

Nippen und Netzwerken

“Pitches” nennen sich die drei- bis vierminütigen Präsentationen einer Geschäftsidee. Diese gehen bei einem regulären Spritzer in der entspannten Atmosphäre des Spacelend über die Bühne. Drinks inklusive. Das anschließende Tratschen und Netzwerken in lockerer Atmosphäre ist wohl das Herzstück dieser Veranstaltungsreihe, die inzwischen auch so etwas wie ein Stammpublikum aufgebaut hat. Verantwortlich dafür sind IdeenTriebwerk-Präsidentin Denise Vorraber und ihr Team aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die auch andere Events und Services für Jungunternehmer und -unternehmerinnen bieten.

Beispielsweise fanden im Jahr 2018 25 Veranstaltungen statt. Darunter der alljährliche Startup-Playground, so etwas wie ein dreitägiger Intensivworkshop für angehende UnternehmerInnen. Überdies waren an diesem Wochenende sogar namhafte Coaches, wie Peter Reinisch von Microsoft, Rafaela Artner von Google, Aris Taoulaou von Amazon zu Gast. In den sogenannten “Mentoring Sessions” coachen sie die angehenden GründerInnen und liefern interessante Denkanstöße und praxisbezogene Tipps bei der Umsetzung von Geschäftsideen und Projekten. Auch das knüpfen von Kontakten steht hier im Vordergrund.

Kundenbetreuerin bei Google, Rafeala Artner während ihres Vortrages
Rafaela Artner, Kundenbetreuerin bei Google, in einer Mentoring Session am Wochenende des Startup-Playgrounds – Foto: Pia Alina Schulz

Ein Plan für Gründer

Das Vernetzen der Grazer Szene ist überhaupt eines der Hauptziele des Vereins. “Durch die zahlreichen Veranstaltungen können sich immer wieder neue Startups präsentieren und finden mit dem IdeenTriebwerk einen neutralen Ansprechpartner”, sagt Denise Vorraber, die das Forbes-Magazin im Vorjahr zu einer der “30 under 30” Österreichs in der Kategorie Technologie kürte. Die Besonderheit der Grazer Gründerszene? „Die Grazer Startup-Szene ist wie ein Dorf, man kennt sich und es wird einem sofort bei allem geholfen. Das ist in Wien etwas schwerer, da es viel mehr Startup-Organisationen bzw. Startup-Events gibt, und dann teilt sich die Szene viel mehr auf.“

Tatsächlich passen die Akteure des Grazer Ökosystems sehr gut auf einen “Linienplan” wie ihn das IdeenTriebwerk zur Orientierung angefertigt hat. Im Folgenden Gespräch erfahren wir, dass das IdeenTriebwerk Graz sogar maßgebend dafür ist, dass die Startup-Szene auch weiterhin vernetzt bleibt. 

Der Vorstand des Ideentriebwerks Graz: Michael Semler, Präsidentin Denise Vorraber, Finanz- und Kooperationsleiter Karl Maria Gerngroß
Vorstand des Ideentriebwerks Graz (v.l.n.r. Projektleiter Michael Semler, Präsidentin Denise Vorraber, Finanz- und Kooperationsleiter Karl Maria Gerngroß) – Foto: Raphael Prinz

Ehrenamt und Profit

Damit das Triebwerk seinen Erfolg auch halten kann, helfen rund 30 ehrenamtliche Mitarbeiter regelmäßig mit. Helfen zahlt sich auch ohne Bezahlung aus, meint etwa Michael Semler. Er ist nach Abschluss des Bachelors in Psychologie an der Grazer Karl Franzens Universität zuerst im Consulting und schließlich beim IdeenTriebwerk als Vorstandsmitglied und Projektleiter tätig. „Man tauscht Erfahrungen aus und lernt bei den Events zu networken und die richtigen Leute zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung kennenzulernen.“

Der studentische Verein beschäftigt mittlerweile bereits 30 fleißige Helfer und motivierte Arbeitskräfte, die mit Herz und Verstand bei der Sache sind. Nur so konnte auch der Traum vom kommenden Mega-Event, anlässlich des 50. Startup-Spritzers, realisiert werden. Die kostenlosen Tickets dafür sind leider bereits vergriffen, unter dem Link in der Info-Box kann man sich aber nach wie vor auf die Warteliste setzen lassen. Ab 19:10 ist der Einlass auch ohne Ticket möglich und es gilt „first come first served“. 

Startup-Spritzer #50
Veranstaltungsdatum: 21. Februar 2019
Uhrzeit: ab 18:00 Uhr
Tickets: http://startupspritzer.eventbrite.com/
Ort: Dom im Berg, Schloßbergplatz 1, 8010 Graz 

 

Social Media begeisterte, besonders haarfarbene Studentin des Jahrgangs JPR18 mit einer besonderen Liebe zu Wörtern und Sprüchen, sowie einem gewissen Hang zur Perfektion (man könnte sagen schrecklich pingelig).

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