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Gefeiertes Miteinander

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Zum fünften Mal findet am Samstag der Tag der MigrantInnenvereine statt. Auch Mary Hölbling wird mit ihrem Verein Hope4Africa mit einer Modenschau dabei sein. Hinter bunten Kleidern trifft man am Laufsteg auf eine süße Utopie.

Von: Sarah Kouba, Joshua Lohninger

“Es ist ein Fest für und mit allen”, beschreibt Godswill Eyawo, was die alljährliche “Leistungsschau” der MigrantInnenvereine diesen Samstag am Mariahilferplatz bezweckt. Eyawo ist seit 2012 Leiter der Geschäftsstelle des MigrantInnenbeirats in Graz, der als Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund dient. Vereine mit interkulturellem Hintergrund bestimmen das Programm. Mit indonesischen Tänzen, indischer Livemusik und afrikanischen Rhythmen präsentieren sie ihre Traditionen. Damit zeigen sie, welche kulturellen Traditionen sie schätzen und laden ein daran teilzuhaben.

Mary Hölblings Verein Hope4Africa wird sich mit einer Modenschau am bunten Programm beteiligen. Die Kleider auf dem Laufsteg sind für Hölbling dabei mehr als nur Stoff und Nähte. Sie stehen für 17 verschiedene Kulturen und Herkunftsländer – ein Sinnbild für Verständnis und Miteinander. Seit 2005 verfolgt der Verein, der sich mit ganzem Namen “Hope for underprivileged people” nennt, das hehre Ziel, Menschen miteinander in Frieden und Harmonie zusammenzuführen. Der Laufsteg ist dabei nur ein kleines Stück des Weges.

Bei diesem und allen anderen Projekten des Vereins ist Mary Hölbling die federführende Kraft. Auch an der letzten Kampagne der Antidiskriminierungsstelle Steiermark und der Grazer Linien – “Zeig dein Gesicht- gegen Diskriminierung” – war sie maßgeblich beteiligt. In der Community kennen sie alle und nennen sie, wie sie nicht ohne Stolz erzählt, “First Lady”.

Mary Hölbling erzählt von ihrem Verein – Foto: Sarah Kouba

Die Mutter von zwei Töchtern hat es sich zur Aufgabe gemacht, MigrantInnen zu motivieren, Teil der Gesellschaft zu werden. Nachdem sie ihre Ausbildung zur Lehrerin in Nigeria abgeschlossen hatte, kam Mary 1995 nach Österreich. Da ihr Abschluss hier nicht anerkannt wurde, arbeitete sie zunächst als Putzfrau, bevor sie erst eine afrikanische Boutique und später ein Restaurant eröffnete. Nach diesem Ausflug in die Selbstständigkeit reiste sie 2009 nach England, um “Media Production” zu studieren, sagt sie. In England arbeitete sie für’s Radio und für TV- Produktionen und kehrte daraufhin nach Graz zurück.

Weitere Teilnehmer am Tag der MigrantInnenvereine sind Rumakhu, die Alevitische Kulturgemeinde Graz, der KAVSt, Meeting Point, das Demokratische Zentrum der KurdInnen in Graz sowie das India Center Graz. Beginn ist 13 Uhr, die Besucher dürfen sich auf ein Fest mit Musik, Tanz und Kulinarik aus aller Welt freuen.

Am schönsten Platz des Südens geboren, beginne ich (fast) jeden Tag mit dem Motto "samma uns ehrlich das Leben ist herrlich". Bodenständige, ehrliche Menschen sind mir am liebsten und auch wenn der Weg zum Ziel bei mir meist steinig ist bin ich froh, dass ich meine bisherigen Ziele immer erreichen konnte. Mein absoluter Lieblingsmensch ist mein kleiner Bruder.

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