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Wie Beatles und Stones in Graz

Der Schlagergarten Gloria hält Einzug beim Lendwirbel. Die Scherbe voll mit Gästen, unter ihnen: der legendäre Michael Ostrowski. Wir entführten ihn zu einem Spontan-“Interview“:

Engel Ostrowski Matzinger

Michael Ostrowski am Lendplatzeck. Foto: Camilla Annabith

Herr Ostrowski, man trifft sich am Eck, oder?

Naja, wenn man sich in der Mittn trifft, kann des a was Schens sein, ich hab’ ja nix gegen an Mainstream, aber i find’ so Lendplatzeck is a guade Gegend, ja.

Herr Stockinger, darf ich Herr Stockinger zu Ihnen sagen?

Sehr gern.

Hätten Sie sich jemals gedacht, dass Sie bekannter werden als der niederösterreichische Kabarettist Michael Stockinger?

Gut recherchiert, junger Mann, gut recherchiert. I hab überhaupt nix gedacht. I hab nur gedocht, des geht ned, dass a Kabarettist den gleich’n Noman hod und i woa a gonz froh, dass i mein Nomen a bisserl ändern hob kennan.

Aber inzwischen ist der einigermaßen in der Versenkung verschwunden der Herr?

Er oabeit glaub i bei der niederösterreichischen Landesregierung. Des find i total ok.

Auch schön. Ein weiteres Fakt aus der Recherchebox: Ihre Mutter schreibt extrem gut Maschine.

Ja. Das ist richtig. I hob nie Maschin’ schreiben glernt, wos a Schande is.  Dafür bin i amoi Freigegnstand a Joa Steno, also Stenografie bin i gaungan. I hab heite no die Kürzel -keit und -ung verwend i heit no.

Es gab ja damals das Gerücht, dass ihre Mutter beim Windows 95 schneller schreibt, als das Word die Buchstaben anzeigen kann. Stimmt des? Wahrscheinlich oder?

Des is, des is ziemlich richtig, jo. Des is richtig und i muas sogn, i hob mir daun gedocht, wenn i scho net Maschin’ schreibn lern, dann lern i wenigstens genau so schnö schreiben. Und wir haben uns gematcht. Also wir haben sonntägliche Duelle ghabt, wer schnölla schreibn kann. Also i mi dem Zwafingersystem – schau, do kummt da Hermann Maier – und ah sie mit dem Zwölffingersystem.

Schöne Sache. Beatles oder Stones?

Beatles. I waß scho. Wir, heid woa Stones-Abend scho. I hob scho mit Freindn Stones-Sochn augschaut. I mog de total gern. Owa im Endeffekt san die Beatles für mich trotzdem wichtiga gwesn.

Und, Lendwirbel?

Jo Lendwirbel is wie Beatles und Stones in Graz.

Den Link zum Interview gibt’s hier.

Das Interview führten Lukas Matzinger und Adrian Engel.

Über den Autor

Anna-Magdalena Druško
Anna-Magdalena Druško
Stolze Kroatin die sie ist, zieht es Anna nicht nur in ihr zweites Heimatland, sondern auch immer wieder in ihre Wahl- und fast schon Drittheimat Indien. Überhaupt reist die begeisterte Weltentdeckerin von ihrem Zuhause im Annenviertel immer wieder in ferne Ecken der Erde. Ihr Interesse an Integration, verschiedenen Kulturen, und allem was mit Diversität zu tun hat locken sie vor allem in den Nahen Osten, um mal aus einer ganz anderen Perspektive über Glaube und Feminismus zu diskutieren (was sie übrigens auch daheim leidenschaftlich gerne tut). Wenn sie nicht gerade ihre zwei Katzen ärgert, predigt wie wichtig Sprachförderung ist oder gelben Muskateller trinkt, bemüht sie sich, die letzte Phase ihres Pädagogik Studiums abzuschließen. Ihre Ausbildung als Integrations Assistentin und ihre ausgeprägte soziale Ader braucht sie vor allem im JA.M Mädchenzentrum, wo sie als Sozialbetreuerin arbeitet. Von Naturwissenschaften hingegen versteht sie gar nichts aber reden, das tut sie immer gern...
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