„Bei uns gibt’s keine Mikrowelle“

in VIERTEL(ER)LEBEN von

„Ein Cola bitte!“ – „Welches denn? Wir haben vier Sorten!“ Ähnliches könnte einem im Blendend erwarten, falls man einen Gin bestellt. Davon gibt es fünf verschiedene. „Diversität ist mir sehr wichtig“, so Nina Schanitz, die das Blendend zusammen mit Josip Belamaric und Mathias Drago „großgezogen“ hat. So wuchs das „neue“ Blendend  am Standort in der Mariahilferstraße 24 aus einem Geschäft, in dem „Mode, Kunst, Kitsch und Kindersachen“ verkauft wurden. Schon damals ging eine „Familie“ von Freunden ein und aus. Durch die Möglichkeit des freien Gastgewerbes wurde dort Kaffee ausgeschenkt – von neben an, weil die Räumlichkeiten zu klein waren.

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Mit 200 Quadratmetern und zwei Gastgärten gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Obwohl etwas verwinkelt, sind die Räumlichkeiten offen und einladend. „Das Interieur stammt von Flohmärkten von Wien bis Budapest, aber auch aus dem Internet.“ Dabei gesellt sich eine ausgestopfte Antilope an der Wand zur riesigen Kreidetafel und ein rotes Samtsofa zum Friseursessel. Der Kaffee wird in Marmeladegläsern serviert.
Gekocht wird im Blendend von vielen. „Wir haben zwar einen Koch, aber auch ich helfe in der Küche mit, und die Lasagne macht unser italienischer Mitarbeiter.“ Wie vom Italiener, nur „bei uns gibt es keine Mikrowelle“. Je nach Tag und dem jeweiligen Koch  gibts es zu Mittag Paprikahendl, Radicchiorisotto, Quiche, Erdbeerknödel sowie Hünchencurry. Oder eben immer Freitags „The Lasagne„. Alle Gerichte gibt es wahlweise mit Fleisch oder vegetarisch. Ist der Hunger groß, gibt es für einen kleinen Aufpreis Salat dazu oder täglich wechselnd verschiedene Nachspeisen. Nur der Cheesecake, der steht immer auf der Karte.

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„Natürlich bekommen wir auch manches vom Nussbaumer, aber wir verwenden, wo es geht, regionale Produkte!“ Der Saft kommt von den Bauern am Markt, wie auch die frischen Blumen, die Nina täglich neu auf die Tische im Gastgarten stellt. „Es geht um den Wohlfühlfaktor.“

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Kurz geschorenes Haar, stets ein freundliches Lächeln im Gesicht und, wenn er seine Hornbrille aufsetzt, ein Styling, welches an das eines Hipsters erinnert - auch wenn er diesen Vergleich sofort mit einem skeptischen Blick abstraft. Das ist Andreas Eymannsberger. Der gebürtige Oberösterreicher und ehemalige Student der Rechtswissenschaften ist so etwas wie Everybody´s Darling: Mit seiner Art versprüht er überall gute Laune und hilft, wo und wann immer er kann. Andreas ist außerdem ein toller Gesprächspartner, auch wenn da einer seiner Ticks zum Vorschein kommt: Er liebt es, die Sätze anderer Leute zu beenden. Aber auch nur, weil er die Ansicht vertritt, seinem Gegenüber damit einen Gefallen zu tun. In seiner Freizeit spielt er Klavier, Bass und Gitarre, reist quer durch die Welt und schießt dabei ein atemberaubendes Landschafts- oder Bandfoto nach dem anderen. Was uns auch zu seinem Traumjob bringt: Fotojournalist zu werden, das ist sein großes Ziel.

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2 Comments

  1. blendend ist tatsächlich super nettes lokal! und der neue standort ist top.

    wichtig zu wissen ist aber, dass man schon am vortag vorbestellen muss, wenn man plant, am nächsten tag ins blendend essen zu gehen. noch ist nix mit a la carte. am wochenende gibts ein super brunch, aber auch hier wieder nur ein angebot: all you can eat für 12 euro.

    wegen diesem engen angebot hab ich es noch nicht geschafft, im blendend was zu essen. aber dass es – wie aus diesem artikel hervorgeht – freitag immer lasagne gibt, erleichtert zumindest mir die essengeh-planung.

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