Stars auf Leinwand

in KULTUR von

George Clooney ist zu sehen, Christoph Waltz auch und sogar Unterhosen von Marilyn Monroe kann man begutachten. Das Staraufgebot im Annenhofkino ist derzeit enorm. Auch wenn es sich nur um Porträts von Filmstars handelt, die letzte Woche enthüllt wurden.

Mit „Red Carpet“ wurde ein Abend inszeniert, der Schein und Wirklichkeit rund um den Starkult beleuchten sollte. Oskar Stocker, österreichischer Maler, hat neun Größen der Filmbranche mit Kohle und Graphit auf Leinwand gebracht. Die Gemälde sind seit der Auftaktveranstaltung am 13. März 2013 im Annenhofkino ausgestellt.

Zusätzlich sind vier Vitrinen installiert, in denen Gegenstände zu sehen sind, die einigen Stars zuordenbar sind: Ein Lippenstift der Pornodarstellerin Tori Black, eine goldene Nespressokapsel, die George Clooney in der Hand hatte, eine angekaute Zigarre von Arnold Schwarzenegger und eben Marilyn Monroes Höschen. Stocker behauptet, dass alles echt sei. „Wir stellen die Frage: Sind diese Dinge etwas Besonderes, nur weil sie Promis gehörten?“, erklärte er die Idee.

Lippenstift
Ein Lippenstift, der laut Stocker der Pornodarstellerin Tori Black gehörte

Eröffnet wurde die Veranstaltung „Red Carpet“ mit einer Laufstegperformance der Firma Mothwurf. Deren Geschäftsführerin und Designerin Stefanie Schramke stylte vier Models zu Filmikonen: Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Romy Schneider und Brigitte Bardot gingen, von Bodyguards flankiert, über den roten Teppich.

Hepburn
Audrey Hepburn, ausgestattet vom Modelabel Mothwurf, auf dem roten Teppich

Danach wurden die Initiatoren der Veranstaltung selbst auf den „Red Carpet“ gebeten. Oskar Stocker stand dem Moderatorenpaar, Theresa Wakonig und Maximilian Tonsern, in einem kurzen Interview Rede und Antwort. Auch kritische Fragen wurden gestellt – so meinten die Moderatoren, im Bild von Christoph Waltz eher den früheren Papst Benedikt XVI. erkannt zu haben. Stocker blieb gelassen: „Meine Bilder sind, wie sie sind. Ich nehme richtige Kritik natürlich an, aber die Porträts sind nicht verhandelbar, auch wenn sie dem Porträtierten nicht gefallen.“ Das ungewöhnlich große Format der Bilder wählte Stocker, weil es die Größe der Stars widerspiegle. “Außerdem machen kleine Mädchen große Bilder“, fügte er schmunzelnd hinzu.

Maria Hofstätter, Preisträgerin der Diagonale, war Stargast an diesem Abend. Nach einem kurzen Auftritt auf dem roten Teppich eilte sie allerdings zu einer Filmvorführung weiter.

Hofstätter & Stocker
Diagonale-Preisträgerin Maria Hofstätter und Maler Oskar Stocker mit den Moderatoren Theresa Wakonig (rechts außen) und Maximilian Tonsern (links außen)

Als Abschluss des Abends wurden kurze Filme gezeigt, die aus Bildern von Stocker, Fotos von Gerhard Huber und bekannten Musikstücken zusammengeschnitten wurden. Zukünftig werden diese Clips bei jeder Filmvorstellung im Annenhofkino zwischen Werbung und Filmvorschau gespielt. Durch dieses Projekt „Kunst im Kino“ soll Kunst einem jüngeren Publikum zugänglich gemacht werden.

Wer die Auftaktveranstaltung versäumt hat, kann die Gemälde der Stars und die Vitrinen noch mehrere Wochen im Annenhofkino besichtigen. Die Kurzfilme von „Kunst im Kino“ laufen dort ab sofort vor jeder Kinovorstellung.

Mitgestaltet wurde „Red Carpet“ von Studierenden des Studiengangs „Journalismus und Public Relations“. Sie betreuten die Facebookseite der Veranstaltung und dokumentierten das Geschehen mit Video- und Fotokameras. Moderiert wurde der Abend ebenfalls von Studierenden.

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UCI Kinowelt Annenhof
Annenstraße 29
A-8020 Graz

geöffnet: täglich ab 15 min vor der ersten Vorstellung
bis zum Start der letzten Vorstellung

Informationen zu „Kunst im Kino“

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Anna Felbers größtes Hobby lag einmal unterm Weihnachtsbaum. Die Gitarre hat sechs Saiten, eine Ukulele nur vier. Wieso kompliziert, wenn es einfach geht? Musikalisches Interesse entstand in einer Musikschule. Die Ukulele lernte sie im Selbststudium. Die 19 jährige träumt, nach der Ausbildung in der PR-Abteilung einer Firma zu arbeiten. Dass sie nun an der FH studiert, hat sie dem Zufall zu verdanken. Und einer Schulfreundin. Dankbar ist sie ihr in jedem Fall.

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