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Von pinken Rädern und Express-Geschäften

Ob Buchhaltungsunterlagen, medizinische Proben oder Kühlschränke – die Pink Pedals erledigen Aufträge jeglicher Art. Seit Mai des Vorjahres sind die Boten aus der Griesgasse auf den Straßen von Graz unterwegs und sorgen somit neben Veloblitz für einen zweiten Fahrrad-Kurierdienst in der Stadt.
Nach der Gründung des zwei-Mann-Unternehmens haben sich Christoph Kampfer und Benjamin Duh mit ihren Pink Pedals im letzten Jahr einen Namen gemacht. Mittlerweile treten bereits 14 Boten unter dem Motto „Schnell.Zuverlässig.Emissionsfrei“ in der gesamten Stadt in die Pedale. Schnellstmögliche Zustellung steht im Vordergrund, da sich die Fahrradkuriere auf das Express-Geschäft spezialisiert haben. Die Aufträge werden in kürzester Zeit abgewickelt ohne dass dafür Zuschläge verrechnet werden. „Wir sind geschwindigkeitstechnisch am schnellsten“, so Christoph Kampfer.

Benjamin Duh vor dem Geschäftslokal der Pink Pedals

Benjamin Duh vor dem Geschäftslokal der Pink Pedals

In der Griesgasse 24 geht es deshalb auch dementsprechend hektisch zu: einer der Boten ist ständig in der Zentrale um telefonisch Aufträge entgegenzunehmen und unter seinen Kollegen zu verteilen. Die Einteilung muss natürlich rasch erfolgen um die Kunden zufrieden stellen zu können. Diese sind von Andritz über Eggenberg und der Innenstadt bis zum Flughafen verteilt. Sogar bis nach Frohnleiten waren die Pink Pedals bereits einige Male unterwegs.

Im Gegensatz zu anderen Fahrrad-Kurierdiensten verzichten sie beim Transport von großen und schweren Lasten auf die Zusammenarbeit mit Taxi-Unternehmen. Stattdessen kommt das Lastenrad zum Einsatz, das allein durch seine Farbe die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Es ermöglicht den Transport von Lasten bis zu 100 kg und wurde deshalb bereits beim Einzug in die Räumlichkeiten der Griesgasse für die Beförderung von Couch und Kühlschrank verwendet. „Heute haben wir vier Schachteln darauf gestapelt, man konnte gerade noch lenken“, so Christoph Kampfer. Das Lastenrad ist mittlerweile täglich im Einsatz und sorgt für einen ökologischen und feinstaubfreien Transport von Metallteilen, Kaffeemaschinen und Kisten voller Flyer.

Benjamin Duh mit dem Lastenrad

Benjamin Duh mit dem Lastenrad

In den bevorstehenden Kältemonaten wird es ebenfalls in Verwendung sein, da die Pink Pedals auch im Winter nicht auf ihre Räder verzichten. Mit der richtigen Kleidung sei das aber kein Problem, erklärt einer der Boten. Bei Regen oder Schnee fahre man außerdem andere Wege, vor allem um die Schienen zu vermeiden, meint er weiter.

Die Pink Pedals sind mit Fahrrad-Kuriere weltweit vernetzt und treten nicht nur beruflich in die Pedale. Im Vorjahr nahmen sie an der Weltmeisterschaft in Warschau und heuer an der Europameisterschaft in Edinburgh teil, wo der Alltag auf einem Parcours nachgestellt und absolviert werden musste. Auch in Österreich treffen sie auf Veranstaltungen ständig Fahrrad-Kuriere aus dem ganzen Land. „Wir sind wie eine große Familie“, so Christoph Kampfer.

PINK PEDALS – Fahrradkuriere Graz

Griesgasse 24, 8020 Graz

0316 712 612

MO-FR: 07:00 – 18:00
SA:  7:00 – 14:00

 

Über den Autor

Tina Peinhart
Tina Peinhart
"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer!" 22 Jahre alt ~ Graz ~ FH Joanneum ~ Journalismus & PR ~ lesen ~ schreiben ~ Familie & Freunde
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