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Architektonische Spielwiese

Graz ist um ein Studentenwohnheim reicher. Mit dem Start des Wintersemesters 2011/12 bezogen 107 Studierende die neue „Greenbox Mitte“ am Bahnhofgürtel. Die umfassende Sanierung des ehemaligen Büro- bzw. Wohngebäudes der Post und Telekom Austria ist nur eines der Projekte, die das Architekturbüro „Wiehn“ für die Bezirke Lend und Gries plant.

„Der Stadtkern rund um den Schlossberg ist fertig entwickelt. Deshalb investieren wir vor allem in aufstrebende Gebiete wie Lend und Gries, in denen zukünftig noch viel Stadtentwicklung passieren wird“, begründet Projektleiter Jörg Wiehn die Standortwahl des neuen Studentenwohnheims. Auch der Umbau des Grazer Hauptbahnhofs – nur fünf Gehminuten von der Greenbox Mitte entfernt – zeige auf, welche großen Potenziale es im Annenviertel noch auszuschöpfen gebe, so Wiehn.

Von den Greenboxen gab es bislang zwei – die Greenbox West in Eggenberg und Nord neben dem Campus 02 und der Wirtschaftskammer. Aufgrund der steigenden Studierendenzahlen entschloss sich der SFS – „Servicedienstverein für FachhochschülerInnen und StudentenInnen“ als Träger zu einem weiteren Bau. Das Sechs-Millionen-Euro-Projekt wurde innerhalb eines Jahres fertiggestellt und vom Land Steiermark unterstützt. Der Standort unmittelbar beim Hauptbahnhof sei ideal, sagt Heimleiter Andreas Stöckler: „Das Heim ist bestens an öffentliche Verkehrsmittel angebunden und rundherum gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.“ Im Vergleich zu den Greenboxen Nord und West gebe es nun in der Greenbox Mitte auch eine bessere Durchmischung von FH- und Universitätsstudenten.

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Das Hauptgebäude der Greenbox Mitte am Bahnhofgürtel.

Die sonnengelbe Fassade der Greenbox Mitte sticht ins Auge. Am Bahnhofgürtel herrscht reger Verkehr. Immer wieder wälzt sich der ein oder andere LKW am Studentenwohnheim vorbei. Durch einen bogenförmigen Gang gelangt man in den ruhigeren Innenhof. Neben dem Hauptgebäude mit WGs für drei bis sechs Studierende, verteilt auf vier Stockwerken, gibt es dort ein zweites kleineres Hofgebäude. Dies wurde von einem alten Garagenbau der Post zu einem modernen Gebäude mit Zweier-Wohngemeinschaften inklusive Balkon oder kleinem Gärtchen umfunktioniert. Im Gegensatz zu den beiden anderen „Boxen“ gibt es nicht in jeder WG eine Küche, sondern pro Stockwerk eine große Gemeinschaftsküche. „Dadurch konnten wir die einzelnen Zimmer größer und komfortabler machen“, sagt Stöckler. Zusätzlich stehen den Studierenden im Kellergeschoß ein Veranstaltungsraum, ein Fitnessraum, sowie Mehrzweckräume zur Verfügung.

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Hofgebäude

Angrenzend an die Greenbox entstehen derzeit in der Zollgasse und in der Babenbergerstraße zwei weitere Projekte des Architekturbüros Wiehn – eines für betreutes Wohnen mit 67 Wohnungen, sowie ein Neubau mit 78 Wohnungen. „Weitere Projekte im Annenviertel befinden sich in Planung“, sagt Wiehn.

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